Tag des Lammes

Am Samstag, den 08. April 2017 fand im Agrarzentrum West in Imst, im Anschluss an die Generalversammlung des Tiroler Schafzuchtverbandes der „Tag des Lammes“ statt. Bei sehr guter Beteiligung konnten fünf Referenten von mehr als 40 TeilnehmerInnen aus dem Tiroler Ober- und Unterland begrüßt werden.

Nach einer kurzen Veranstaltungsinformation durch den Leiter des Arbeitskreises Alexander Siess, übernahm der Geschäftsführer des Tiroler Schafzuchtverbandes Ing. Johannes Fitsch das Wort und besprach zusammen mit den Teilnehmerinnen die im Verbandsstall vorhandenen Mastlämmer, wobei dabei ein sehr großes Augenmerk auf die unterschiedliche Qualität gelegt wurde. Damit ein Gespür für die Beurteilung von Schlachtlämmern vermittelt werden konnte, hatten die ZuhörerInnen die Aufgabe, das Gewicht von drei Lämmern mit unterschiedlicher Qualität zu schätzen und nach der Schlachtung zu vergleichen, ob es Unterschiede zwischen den Schlachtkörpern gab bzw. welches Lamm die höchste Schlachtausbeute aufwies.

Im Anschluss daran startete Dr. Ferdinand Ringdorfer von der Versuchsanstalt Raumberg- Gumpenstein mit seinem Vortrag über Weidemanagement in der Schafhaltung. Diverse Themen, beginnend beim Weideertrag über Weideformen bis hin zu Parasiten, deren Bekämpfung und diversen Weideeinrichtungen wurden angesprochen und behandelt. Die TeilnehmerInnen hörten sehr interessiert zu und stellten bei Bedarf auch Fragen zu den einzelnen Themenbereichen.

Nach einer kurzen Pause startete Dr. Franz Wolf, Tierarzt aus Bad Schallerbach, mit seinem Vortrag „Mineralstoffversorgung beim kleinen Wiederkäuer“ durch. Hier wurden Themeninhalte rund um die richtige Versorgung von Schafen und Ziegen mit Mineralstoffen und Vitaminen sowie die Wahl des richtigen Futtermittels für die Verabreichung besprochen. Durch den sehr fachlichen Inhalt beim Vortrag, kam es zu sehr interessanten Fragen und kleinen Diskussionen.

Den Abschluss der theoretischen Vorträge übernahm Franz Wimmer von der Firma Schopf Hygiene. Sein Themenbereich umfasste ein Problem, mit dem die meisten LandwirtInnen konfrontiert sind: Stallfliegen. Um dem möglichst effektiv entgegen wirken zu können, wurden die verschiedenen Methoden der Stallfliegenbekämpfung erläutert und einige Präparate vorgestellt.

Nach der Lebendbesprechung der Schlachtlämmer, wurden jene drei Tiere, von denen das Gewicht erhoben wurde, zum Gutshof der landwirtschaftlichen Landeslehranstalt Imst geliefert und dort von einem Metzger fachgerecht geschlachtet. Nach den theoretischen Vorträgen wurden diese zurück zum AZW gebracht und von Ing. Franz Josef Auer, Mitarbeiter des LKV Tirol, nach dem EUROP- System bewertet. Da vor Beginn der Veranstaltung die Lämmer vom Arbeitskreisleiter gewogen wurden, konnte nach der Schlachtung und Erhebung des Todgewichtes zusätzlich die Ausschlachtung des einzelnen Lammes errechnet werden. So Bestand für die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, ihr geschätztes Gewicht mit dem tatsächlichen Leben- und Schlachtgewicht abzugleichen und unter Beweis zu stellen, ob ihr Augen für die Bewertung von lebenden Schlachttieren ausreichend geschult sind oder nicht.

 

Deckblatt Tag des Lammes

Unterlagen Weidemanagement

Unterlagen Mengen und Spurenelementeversorgung beim Schaf

Unterlagen Schlachtkörperklassifizierung

 

By | 2017-05-09T11:23:24+00:00 April 12th, 2017|Categories: Bildung|0 Comments

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